Gute Planung schont Geldbeutel und Umwelt
An- und Abreise macht oft einen großen Teil der Umweltbelastung aus
Nachhaltige Festivalangebote bevorzugen
Sommer,Sonne und Musik: Für viele Livemusik-Fans gehören Festivals zum Sommer wie der Besuch in der Eisdiele oder der Urlaub am See. Große Veranstaltungen belasten allerdings durch Anreise,Müll und Ressourcenverbrauch erheblich die Umwelt. Mit ein paar einfachen Entscheidungen lässt sich die Umweltbelastung eingrenzen,ohne auf den Spaß zu verzichten.
Nachhaltig anreisen und vorbereiten
Bei Festivals macht die An- und Abreise oft einen großen Teil der Umweltbelastung aus. Wer mit Freund*innen gemeinsam reist und öffentliche Verkehrsmittel nutzt,spart CO₂ und Stress. Viele Festivals bieten inzwischen Shuttlebusse vom Bahnhof direkt zum Gelände an. Auch bei der Vorbereitung lohnt es sich,auf Nachhaltigkeit zu achten: Campingausrüstung muss nicht neu gekauft werden. Gebrauchtkaufen,Leihen oder gemeinsames Nutzen spart Ressourcen und Geld. Wichtig ist außerdem,auf langlebige Produkte zu setzen und keinen Müll auf dem Gelände zurückzulassen.
Fritz Mielert,Umweltreferent beim BUND Baden-Württemberg: „Ein nachhaltiger Festivalbesuch beginnt schon bei der Planung. Wer bewusst anreist und vorbereitet ist,kann seinen ökologischen Fußabdruck deutlich reduzieren.“
Bewusst konsumieren und Abfall vermeiden
Auf dem Festival selbst gilt das Motto: Mehrweg statt Einweg. Wer eine eigene Trinkflasche und Campinggeschirr mitnimmt,kann Müll vermeiden. Viele Veranstaltungen setzen bereits auf Pfandsysteme,die konsequent genutzt werden sollten. Auch bei der Verpflegung lohnt es sich,regionale,saisonale und vegane oder vegetarische Angebote zu wählen.
Müll,der dennoch anfällt,sollte getrennt und an den vorgesehenen Sammelstellen entsorgt werden. Dazu gehören auch scheinbar kleine Dinge wie Zigarettenstummel. Wer mitgebrachte Flaschen sammelt und wieder mitnimmt,trägt nicht nur zu einem sauberen Gelände bei,sondern entlastet auch den eigenen Geldbeutel.
Rücksicht auf Natur und Umwelt
Fritz Mielert: „Festivals finden draußen statt und deshalb auch immer wieder in sensiblen Naturbereichen. Deshalb ist besondere Rücksicht wichtig: Lärm sollte – gerade nachts – möglichst reduziert werden,um Tiere nicht zu stören.“
Auch beim Wasserverbrauch sollte man sparsam sein und bei Naturduschen keine herkömmlichen Seifen verwenden. Glitzer-Make-up enthält oft Mikroplastik,das sich in der Natur anreichert und unter anderem das Leben von Tieren verkürzen kann. Es sollte daher nach Möglichkeit vermieden werden. Zu herkömmlichem Glitzer gibt es mittlerweile umweltfreundliche Alternativen. Diese werden aus natürlichen Materialien hergestellt,die biologisch abbaubar sind.
Neben dem eigenen Verhalten spielt auch die Wahl des Festivals eine Rolle. Immer mehr Veranstalter setzen auf Ökostrom,nachhaltige Sanitärlösungen und durchdachte Abfallkonzepte. Wer solche Angebote unterstützt,stärkt nachhaltige Entwicklungen in der Festivalbranche.
Mehr Informationen:
Zero Waste im Urlaub
https://www.bund-bawue.de/themen/mensch-umwelt/trinkwasser/mikroplastik-so-klein-und-so-gefaehrlich/
PM Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND),Landesverband Baden-Württemberg e.V.