Konzernbilanz des Bundesligisten Borussia Dortmund macht 21,7 Millionen Euro Verlust

Aug 22, 2026

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Carsten Cramer,Sprecher der BVB-Geschäftsführung

Foto: Bernd Thissen / dpa

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund ist in die Verlustzone gestürzt. Wie die börsennotierte Firma mitteilte,verbuchte sie im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 einen Fehlbetrag von 21,7 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der BVB noch einen Gewinn von 6,5 Millionen Euro erzielen können. Der Umsatz sank 2025/26 um rund zwölf Prozent auf 460,5 Millionen Euro.

Während der BVB 2024/25 noch das Viertelfinale der Champions League erreichte,verfehlte der Club eine Saison später das Achtelfinale – nach dem 2:0-Hinspielerfolg gegen Atalanta Bergamo in den Playoffs ging das Rückspiel 1:4 verloren. Durch das frühe Aus seien die Champions-League-Erlöse 31,4 Millionen Euro geringer ausgefallen als zuvor,sagte BVB-Finanzchef Thomas Treß. Auch im DFB-Pokal war die Mannschaft nach einer Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen im Achtelfinale ausgeschieden.

In der Bundesliga kam die Borussia mit 73 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz – das sei »eine beeindruckende Saison gewesen«,wenngleich Bayern München eine noch bessere Saison gespielt habe,sagte Carsten Cramer,Sprecher der Geschäftsführung. Mit Blick auf die Champions League und den DFB-Pokal sagte er: »Da haben wir die Erwartungen sportlich und wirtschaftlich nicht erfüllt.«

Der zweistellige Millionenverlust sei »kein gutes Ergebnis«,aber auch »keines,was uns sorgenerfüllt in die Zukunft schauen lässt«. Von einer positiven Geschäftsentwicklung sei man »felsenfest überzeugt« und habe die richtigen Maßnahmen getroffen: Die Kosten seien gesenkt worden,die Bundesliga-Fußballmannschaft verstärkt sowie die Abhängigkeit von sehr hohen Transfereinnahmen reduziert.

Das BVB-Management erwartet,dass die schwarz-gelben Fußballer in der Bundesligasaison 2026/27 unter die ersten drei kommen sowie im DFB-Pokal und in der Champions League mindestens jeweils das Achtelfinale erreichen. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet das Management mit einer schwarzen Null oder einem Gewinn von bis zu zehn Millionen Euro. Der Umsatz soll im Korridor von 485 bis 495 Millionen Euro liegen und damit grob gesagt 25 Millionen Euro höher als im abgelaufenen Geschäftsjahr.

svs/dpa