Trotz Irankrieg und steigender Energiepreise bleibt die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank vorerst unverändert. Die Notenbank verzichtet auf eine Zinsanpassung.


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EZB-Chefin Lagarde: Herausforderungen für die Notenbank
Foto: Florian Wiegand / dpa
Trotz des hohen Ölpreises und drohender Inflationsgefahr hält die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins konstant. Der EZB-Rat um Präsidentin Christine Lagarde beließ den Einlagensatz am Donnerstag bei 2,0 Prozent. Über diesen Leitzins steuert die EZB maßgeblich ihre Geldpolitik. Es ist bereits die sechste Zinspause in Serie.
Noch vor wenigen Wochen schien die EZB im Kampf gegen die Teuerung im Währungsraum auf einem guten Weg. Denn mit einer Rate von 1,9 Prozent im Februar liegt die Inflation nahe am mittelfristigen Ziel der Notenbank von zwei Prozent. Doch mit dem Krieg im Nahen Osten und dem Ölpreisschock wächst die Sorge vor einem starken Anziehen der Inflation.
»Der EZB-Rat ist bereit,alle seine Instrumente im Rahmen seines Mandats anzupassen,um sicherzustellen,dass sich die Inflation auf mittlere Frist beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiert«,teilten die Währungshüter mit. Dabei lege man sich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest.
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Dann würde das gefürchtete Szenario einer Stagflation Realität: steigende Preise bei zugleich stagnierender Wirtschaft – ein Albtraum für Notenbanken. Sie hätten dann kaum Optionen zum Gegensteuern.
mmq/sol/Reuters/dpa