PFAS-Chemikalien gefährden die Gesundheit, stecken aber in vielen Alltagsprodukten. Die EU-Chemiebehörde will sie deshalb nun weitgehend verbannen lassen, doch wichtige Fragen sind noch offen.


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Protest gegen PFAS vor dem Sitz der EU-Kommission in Brüssel
Foto: Nicolas Tucat / AFP
Die EU-Chemiebehörde (ECHA) hat ein weitreichendes Verbot sogenannter Ewigkeitschemikalien (PFAS) empfohlen,hält aber zugleich eine Reihe von Ausnahmen für sinnvoll. »Die derzeit geltenden Regeln reichen nicht aus«,heißt es in einer Mitteilung der ECHA mit Sitz in Helsinki. Die Behörde veröffentlichte zwei Risikoanalysen,die als Grundlage für einen Gesetzesvorschlag der EU-Kommission dienen sollen.
PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylverbindungen,die synthetisch hergestellt werden. Sie sind wasser- und fettabweisend und stecken deshalb in etlichen Alltagsprodukten wie beschichteten Pfannen,Funktionskleidung,Imprägniersprays und Einwegverpackungen – aber etwa auch in Medizinprodukten. Sie sind biologisch nicht abbaubar,reichern sich in der Natur sowie im menschlichen Körper an und werden deshalb als Ewigkeitschemikalien bezeichnet.
Fünf EU-Länder,darunter Deutschland,hatten die ECHA um eine Empfehlung gebeten. Mit Blick auf die Gefahren für Umwelt und Gesundheit ist die Studienlage nach Einschätzung der Chemiker eindeutig: »PFAS können Risiken für Menschen und Umwelt verursachen«,erklärte der Vorsitzende des zuständigen ECHA-Ausschusses,Roberto Scazzola.
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apr/AFP