Deutschland zählt zu den Ländern mit den höchsten Arbeitskosten in der EU. Im vergangenen Jahr verteuerte sich die Arbeitsstunde weiter, in der Gastronomiebranche besonders stark.


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Ein Mitarbeiter verkabelt in Dresden den Akku an einer Linie für ein Elektroauto
Foto: Sebastian Kahnert / dpa
Die im europäischen Vergleich ohnehin hohen Arbeitskosten in Deutschland sind 2025 noch einmal deutlich gestiegen. Eine Arbeitsstunde in der Produktion und für Dienstleistungen kostete im Schnitt 45 Euro je Stunde,wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Gemessen am EU-Mittel von 34,90 Euro zahlten Unternehmen in Deutschland damit 29 Prozent mehr. Gemessen am Vorjahr wuchsen die Arbeitskosten um 3,6 Prozent – etwas weniger als im EU-Durchschnitt von 4,1 Prozent.
Mittelfristig habe sich die Arbeitsstunde in Deutschland seit 2020 um gut ein Fünftel verteuert (+22,3 Prozent),schrieb das Statistische Bundesamt weiter,besonders stark im Gastgewerbe mit einem Plus von 30 Prozent.
Das Land mit den EU-weit niedrigsten Arbeitskosten 2025 war Bulgarien mit 12,00 Euro je Arbeitsstunde,gefolgt von Rumänien (13,60 Euro) und Ungarn (15,20 Euro).
Am stärksten stiegen die Arbeitskosten 2025 allerdings auch in Bulgarien (+13,1 Prozent),gefolgt von Kroatien mit 11,6 Prozent und Polen mit 10,5 Prozent. Nur relativ wenig verteuerte sich Arbeit in Frankreich (+2,0 Prozent),Dänemark (+3,0) und Italien (+3,2). In Malta sanken die Arbeitskosten sogar leicht.
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aeh/dpa