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Siemens-Stand auf einer Messe in München
Foto: Manfred Segerer / IMAGO
Die deutsche Industrie scheint sich wieder zu berappeln. Das Neugeschäft wuchs im Juni wegen vieler Großaufträge um satte 3,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat,wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. Das ist der zweite Zuwachs in Folge.
Allerdings gibt es auch zwei Wermutstropfen: Ohne Großaufträge wären die Bestellungen geschrumpft,zudem wurde der Mai-Zuwachs nachträglich um 0,3 Prozent nach unten korrigiert (bisher: 1,9 Prozent). Während die Bestellungen aus der Eurozone um 14,0 Prozent zurückgingen,legten die aus dem übrigen Ausland um 10,2 Prozent zu. Die Inlandsaufträge stiegen um 7,8 Prozent.
Hinter den Großaufträgen aus dem außereuropäischen Ausland steckt laut einem Bericht des »Handelsblatts« auch der Rechenzentrums-Boom in den USA. Von ihm profitierten deutsche Konzerne enorm. Zu den Gewinnern des massiven Zubaus in Übersee zählen demnach die deutschen Konzerne Siemens,Siemens Energy und RWE. Aber auch für die Unternehmen Hochtief,2G,Deutz,Pfisterer und Technotrans sei der Ausbau der Rechenzentren und der Strominfrastruktur in den USA ein gutes Geschäft. Die Aktien der jeweiligen Unternehmen seien binnen eines Jahres zwischen 22 und 130 Prozent gestiegen.
»Unsere technologische Führerschaft in allen Geschäften,der klare Fokus auf industrielle KI sowie die starke Positionierung in attraktiven Märkten treiben unser profitables Wachstum voran«,sagte Konzernchef Roland Busch. Der Umsatz stieg von März bis Juni,im dritten Quartal des Siemens-Geschäftsjahres 2025/26,um sieben Prozent auf rund 20,8 Milliarden Euro. Das Ergebnis im Industriegeschäft legte um ein Viertel auf 3,5 Milliarden Euro zu.
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Dass noch nicht alles rundläuft,das zeigt die Entwicklung der Einnahmen im verarbeitenden Gewerbe. Der inflationsbereinigte Umsatz lag im Juni 1,3 Prozent niedriger als im Vormonat.
apr/Reuters/dpa-AFX