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Klaus-Michael Kühne (2018)
Foto: Mirko Hannemann / ddp
Der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne ist in der Nacht von Sonntag auf Montag gestorben. Das erfuhr das manager magazin aus seinem familiären Umkreis. Auch das Handelsblatt berichtet entsprechend. Kühnes Unternehmen hat die Nachricht inzwischen bestätigt.
Kühne soll demnach vor zehn Tagen von Mallorca in seinen Schweizer Wohnort Schindellegi zurückgekommen sein. Da sei es ihm schon schlechter gegangen,er sei ärztlich behandelt worden,berichten die Kreise. Er wurde 89 Jahre alt.
In den vergangenen fünf Jahren hatte er seinen Konzern noch fleißig ausgebaut: Seine Kühne Holding kaufte Anteile am Chemielogistiker Brenntag,dem Bus- und Bahnbetreiber Flixbus und der Lufthansa.
Über viele Jahre war er zudem der prägendste und finanzstärkste Mäzen des Hamburger SV. Er unterstützte den Verein mit dreistelligen Millionensummen und rettete ihn so mehrmals vor finanzieller Schieflage; er kaufte Anteile,sicherte Namensrechte des Stadions und mischte sich wiederholt in die sportliche und strukturelle Ausrichtung des Clubs ein.
Kühne war laut »Handelsblatt« hinter Kaufland-Gründer Dieter Schwarz der zweitreichste Deutsche. Sein Vermögen schätzte das manager magazin in seiner jährlich erscheinenden Liste der reichsten Deutschen zuletzt auf rund 23,5 Milliarden Euro. Er und seine Ehefrau Christine haben keine Kinder. Das Vermögen soll an die Kühne-Stiftung übergehen.
Eins der letzten Großprojekte,das Kühne in Hamburg anstieß,war ein neues Opernhaus. Auch beim spektakulär gescheiterten Elbtower-Projekt war er involviert. Wollte er sich in seiner Geburtsstadt Liebe erkaufen? Das fragte der SPIEGEL den Großmäzen im vergangenen Jahr. Das ganze Interview lesen Sie hier.
mik/mkh/wal