Im Kampf gegen eine Übernahme durch den italienischen Rivalen Unicredit hat die Commerzbank ein Rekordergebnis erzielt. Konzernchefin Bettina Orlopp schraubt die Ziele weiter hoch und sieht die Bank bereits »in einer anderen Liga«.

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Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp: »In einer anderen Liga«
Foto: Arne Dedert / dpa
Mit höheren Ausschüttungen will die Commerzbank ihre Aktionäre bei Laune halten und verhindern,dass sie ihre Anteile an den Rivalen Unicredit aus Mailand verkaufen. Deshalb nimmt sich die Commerzbank für 2026 ein höheres Gewinnziel vor.
Im Geschäftsjahr 2025 stieg das operative Ergebnis um 18 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro,wie die Commerzbank mitteilte. Unter dem Strich stand ein Konzerngewinn von 2,6 Milliarden Euro. Für 2026 erwartet die Bank nun ein Nettoergebnis über dem ursprünglichen Ziel von 3,2 Milliarden Euro und hob die Prognose für den Zinsüberschuss auf rund 8,5 Milliarden Euro an. »Wir haben unsere ehrgeizigen Wachstumsziele für 2025 nicht nur erreicht,sondern an vielen Stellen sogar übertroffen. Und unser Aktienkurs hat sich mehr als verdoppelt. Das zeigt: Die Commerzbank spielt heute in einer anderen Liga«,sagte Vorstandschefin Bettina Orlopp.
Die Aktionäre sollen eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie erhalten. Zudem will die Bank für bis zu 540 Millionen Euro weitere Aktien zurückkaufen.
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Das Management der Frankfurter Bank lehnt eine Übernahme durch die Italiener jedoch ab und setzt auf die Eigenständigkeit des Bankhauses. Auch beim Betriebsrat und der deutschen Politik trifft Unicredit-Chef Orcel mit seinen Plänen auf Widerstand. Zwar hat er sein Übernahmeinteresse immer wieder öffentlich deutlich gemacht,sich aber noch nicht zu einer Offerte durchgerungen. Commerzbank-Chefin Orlopp hilft dabei der gestiegene Aktienkurs,er verteuert eine mögliche Übernahme.
mmq/Reuters/dpa