Im Dezember noch sah die Auftragslage für die Industriebetriebe in Deutschland rosig aus. Doch im Januar blieben die Großaufträge aus – und zwar in einem Umfang, der selbst Experten überrascht hat.


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Produktion in der Stahlindustrie: Rückgang erwartbar,Ausmaß ein Schock
Foto: Simon Kremer / dpa
Die deutsche Industrie hat zum Jahresauftakt ein drastisches Auftragsminus verzeichnet. Das Neugeschäft sank im Januar um 11,1 Prozent zum Vormonat und damit so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr,wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang von 4,5 Prozent gerechnet. Im Dezember hatte es mit 6,4 Prozent – dank Rückenwind durch Großaufträge – noch ein kräftiges Plus gegeben. Doch die blieben im Januar weitgehend aus. Klammert man diese Größe aus der Statistik aus,lagen die Aufträge zum Jahresstart nur leicht mit 0,4 Prozent im Minus.
»Der Rückgang war erwartbar,er ist vom Ausmaß her ein Schock«,kommentierte Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank. »Zuletzt waren viele Großaufträge vergeben worden,die jetzt fehlen.« An der moderaten Belebung der Auftragslage ändere sich zunächst nichts. Das Fiskalpaket der Bundesregierung dürfte auch in den nächsten Monaten für Impulse sorgen. »Die volleren Auftragsbücher sollten die Produktion über kurz oder lang steigern«,sagte der Analyst. »Der Funke muss aber auf Kapazitäten und Beschäftigung erst noch überspringen.« Ein Rohölpreis,der für längere Zeit über 100 Dollar je Barrel liege,bremse die Erholung.
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Während die Nachfrage aus dem Inland im Januar um 16,2 Prozent zum Vormonat einbrach,sank die aus dem Ausland um 7,1 Prozent. Dabei fiel die Nachfrage aus der Eurozone um 7,3 Prozent,die aus dem Rest der Welt sank um 7,1 Prozent.
mik/Reuters