Der Irankrieg wirkt sich allmählich auf Heizkosten in Deutschland aus: Die Gaspreise für Neukunden nähern sich einer Schwelle, die nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine hochrelevant war. Damals griff der Staat ein.


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Speicherstation Etzel: Im Großhandel ist der Gaspreis von 3,4 Cent je kWh Ende Februar auf zuletzt gut fünf Cent gestiegen
Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa
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Es gibt aber auch abseits der Geopolitik Faktoren,die langfristig für höhere Gaspreise sprechen: zum einen tendenziell steigende CO₂-Preise auf Brennstoffe wie Erdgas. Zum anderen steigende Gasnetzentgelte,je mehr Verbraucher auf Alternativen wie Wärmepumpen oder Fernwärme umsteigen – und je schneller Betreiber den Restwert ihrer Gasnetze bilanziell abschreiben.
Betrachtet man den gesamten Energiebedarf Deutschlands vom Heizen über den Verkehr bis zur Industrie,dann sind Erdgas und Erdöl noch immer die wichtigsten Energieträger der Republik. Mehr als die Hälfte aller Wohnungen bundesweit wird mit Gas beheizt. Zudem kommt der Brennstoff in großen Mengen in der Industrie und in Kraftwerken zum Einsatz.