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»Falcon Heavy«-Rakete von SpaceX mit »Nancy Grace Roman« an Bord in Cape Canaveral
Foto: Joel Kowsky / NASA / AP
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat ein neues Weltraumteleskop auf den Weg ins All gebracht. Das »Nancy Grace Roman Space Telescope« startete mithilfe einer »Falcon Heavy«-Rakete der privaten Raumfahrtfirma SpaceX vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida,wie die Nasa mitteilte.
In etwa einem Monat soll das Teleskop seine rund 1,6 Millionen Kilometer von der Erde entfernte Umlaufbahn erreichen und etwa Anfang 2027 erste Bilder schicken. Das Gesamtbudget der Mission liegt bei mehr als vier Milliarden Dollar. Forschende sollen mit dem Teleskop unter anderem nach Dunkler Materie und Dunkler Energie suchen,die zu den großen Rätseln der Astronomie zählen.
Nasa-Teleskop »Nancy Grace Roman«: Der Planetenjäger,der fast ein Spionagesatellit geworden wäreVon Christoph Seidler




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Außerdem ist ein in Heidelberg entwickelter sogenannter Koronograf auf dem Teleskop untergebracht,mit dessen Hilfe Exoplaneten gefunden und fotografiert werden können – Planeten also,die einen anderen Stern umkreisen als unsere Sonne.


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Astronomin Nancy Grace Roman: Eine der ersten Frauen in einem von Männern dominierten Wissenschaftsbereich
Foto: NASA / AP
Das »Nancy Grace Roman« funktioniert ähnlich wie »Hubble«,das inzwischen altersschwach und nur noch eingeschränkt funktionsfähig ist. Allerdings ist das neue Teleskop deutlich schneller und leistungsstärker: Für die Beobachtungen,die es in einem Monat durchführen kann,würde »Hubble« nach Angaben von Nasa-Wissenschaftlern ein Jahrhundert benötigen. »Hubble« hat in mehr als 35 Jahren rund 400 Terabyte an Daten gesammelt; vom »Nancy Grace Roman« erwarten die Wissenschaftler mehr als 500 Terabyte pro Jahr.
Als Ergänzung zu »Hubble« war Ende 2021 bereits das »James Webb Space Telescope« gestartet,benannt nach einem früheren Nasa-Chef. Es arbeitet in anderen Frequenzbereichen als »Hubble« und »Nancy Grace Roman«.
Das »Nancy Grace Roman«-Teleskop wäre wohl nicht so leistungsfähig geworden,wenn nicht ein Projekt eines US-Geheimdienstes gescheitert wäre. Und nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump wäre es nie gestartet. Lesen Sie dazu hier die Hintergründe.
fdi/dpa