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Frachter im Panamakanal (Symbolbild): Nur wenige Termine kurzfristig verfügbar
Foto: Daniel Gonzalez / Anadolu Agency / IMAGO
Ein Konzern hat die Rekordsumme in Höhe von 5,3 Millionen Dollar bezahlt,um einen der wenigen Termine für eine Tanker-Durchfahrt des Panamakanals zu ergattern,die neben dem regulären Terminplan zur Verfügung stehen. Der für die Passage vorgesehene Tanker ist mit Flüssiggas beladen.
5,3 Millionen Dollar sei die bislang höchste Summe,die bei der Auktion für die Durchfahrten gezahlt wurde,sagte die stellvertretende Leiterin der Panamakanal-Behörde,Ilya Espino de Marotta,der Nachrichtenagentur AFP. Einen Grund für die aufsehenerregenden Auktionsergebnisse sehen Fachleute auch in den absehbaren Beschränkungen des Schiffsverkehrs wegen des Klimaphänomens El Niño.
Schiffe buchen ihre Durchfahrt durch den Panamakanal für gewöhnlich weit im Voraus. Schiffe ohne Buchung warten im Schnitt fünf Tage auf die Passage,allerdings können sie auch Last-minute-Durchfahrten bei einer Auktion ersteigern. Nach Angaben der Kanalbehörde belief sich der durchschnittliche Auktionspreis zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 auf rund 55.000 Dollar.
Bei dem natürlich auftretenden Klimaphänomen El Niño erwärmt sich die Wasseroberfläche im östlichen und zentralen Pazifik nahe dem Äquator,was weltweit Auswirkungen auf Wind,Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. In Mittelamerika sorgt es derzeit für ausgeprägte Dürre: Im Gebiet des Panamakanals lagen die Niederschlagsmengen von Mai bis August dieses Jahres 34 Prozent unter dem historischen Durchschnitt.
Für den Betrieb der Schleusen des Panamakanals sind große Wassermengen nötig – sie werden aus einem von zwei Seen gespeisten Wassereinzugsgebiet entnommen. Wegen der fehlenden Niederschläge sind die Wasserpegel in den Seen deutlich gesunken.
Der rund 80 Kilometer lange Panamakanal verbindet den Atlantik und den Pazifik. Fünf Prozent des weltweiten Seehandels passieren die Wasserstraße – vorwiegend Schiffe aus den USA,China,Japan,Chile und Südkorea.
mik/AFP