Im Übernahmestreit zwischen der Commerzbank und UniCredit ist keine Lösung in Sicht. Eine einvernehmliche Lösung sei nicht erkennbar, heißt es vom Dax-Konzern. Das Vorgehen der Italiener erschwere einen Vertrauensaufbau.


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Commerzbank-Filiale
Foto: Michael Brandt / dpa / picture alliance
Seit Langem kämpft die Commerzbank gegen eine Übernahme durch die UniCredit. Der Dax-Konzern beharrt weiter auf seiner Eigenständigkeit und will Anfang Mai neue Finanzziele verkünden. Auf Grundlage der jüngsten Verlautbarungen der italienischen Großbank sei »eine einvernehmliche Lösung aus Sicht der Commerzbank aktuell nicht erkennbar«,teilte die Commerzbank nun mit. Man werde wie angekündigt mit der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal am 8. Mai eine Anhebung der Finanzziele kommunizieren.
Die UniCredit,die mit einem direkten Anteil von 26 Prozent bereits größter Aktionär der Commerzbank ist und nach jüngsten Angaben insgesamt Zugriff auf knapp unter 30 Prozent der Anteile hat,hatte Mitte März ein freiwilliges Tauschangebot für sämtliche Commerzbank-Aktien angekündigt. In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 4. Mai will sich die UniCredit die Zustimmung ihrer Aktionäre für die nötige Kapitalerhöhung einholen.
UniCredit-Chef Andrea Orcel wirbt seit dem Einstieg seines Instituts im September 2024 für eine Commerzbank-Übernahme. Europa brauche im Wettlauf mit starken US-Geldhäusern größere Banken.
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»Ein Großteil des von der UniCredit skizzierten Potenzials beruht nicht auf einer Zusammenlegung beider Institute und kann somit auch von der Commerzbank eigenständig,ohne die mit einer Transaktion einhergehenden signifikanten Umsetzungsrisiken,realisiert werden«,so das Fazit der Commerzbank.
Hinzu komme,dass die bisherigen Schritte und Veröffentlichungen der UniCredit wiederholt ohne vorherige Abstimmung mit der Commerzbank erfolgt seien,bekräftigte das Frankfurter Geldhaus: »Das ist ein Vorgehen,das den Aufbau des für eine erfolgreiche Transaktion erforderlichen gegenseitigen Vertrauens nachhaltig erschwert.«
svs/dpa