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Blick in ein Stahlwerk
Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa
Steuern,Rente und Arbeitsmarkt: Die Bundesregierung hat zuletzt umfassende Reformpläne vorgelegt. Die Ideen sind noch nicht umgesetzt,aber schon jetzt schüren sie Hoffnungen. Die ZEW-Konjunkturerwartungen haben sich im Juli dank des Reformpakets stärker verbessert als erwartet. Das Stimmungsbarometer stieg gegenüber dem Vormonat um 15,8 Punkte auf plus 26,3. Das teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mit. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Anstieg auf 15,3 Punkte erwartet.
»Das Reformpaket scheint Wirkung zu zeigen«,kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach das Ergebnis der Umfrage unter Finanzmarktteilnehmern. »Insbesondere die exportorientierten Sektoren,sowie die Binnennachfrage verzeichnen stabile Zuwächse«,so Wambach. »Die Entwicklung des Irankonflikts und des Ölpreises bleibt dennoch ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die Erholung Deutschlands.«
Der Indikator erholte sich mit dem aktuellen Anstieg den dritten Monat in Folge und erreichte den höchsten Stand seit Februar. Im Februar,und damit vor dem Irankrieg,hatten die Konjunkturerwartungen noch bei plus 58,3 Punkten gelegen.
»Die erneute Verbesserung der Konjunkturerwartungen spricht dafür,dass die Sorgen über die wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts zuletzt etwas nachgelassen haben«,kommentierte Felicitas Henze,Volkswirtin bei der Deutschen Bank. Die geopolitische Lage bleibe jedoch fragil. »Eine weitere Eskalation des Konflikts könnte die deutsche Wirtschaft erheblich belasten.«
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Die immer noch schwache Bewertung der aktuellen Wirtschaftslage verbesserte sich im Vergleich zu den Zukunftserwartungen weniger deutlich. Der entsprechende Indikator stieg um 3,4 Punkte auf minus 77,6 Punkte. Ökonomen hatten mit minus 77,7 Punkten gerechnet.
Bei der Rente ist der Koalition gelungen,was ihr kaum einer zugetraut hat: ein Kompromiss. Und der wird auch noch von fast allen gelobt. »Es muss schnell gehen«,fordert Kanzler Merz. Doch es gibt einen Haken. Die SPIEGEL-Analyse.
ptz/dpa