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Ausrüstung für Greenland-Energy-Projekt in Nunap Qeqqa
Foto: privat / DanWatch
Auf Genehmigungen zu warten,ist eher nicht so die Sache von Greenland Energy und seinen Partnern. Auch ohne Erlaubnis ließ das texanische Unternehmen,das enge Kontakte zu US-Präsident Donald Trump unterhält,über ein Firmenkonstrukt kürzlich Ausrüstung,Container und einen Bagger im Osten der Insel anlanden.
Die Aufregung auf Grönland war groß,die zum dänischen Königreich gehörende Insel steht schließlich seit Langem im Zentrum weltpolitischer Machtspiele. Trotzdem darf das Material erst mal bleiben,schließlich habe man eine Verlängerung der Aktivitäten in Nunap Qeqqa ja beantragt.
Doch mit einer schnellen Genehmigung für Explorationsbohrungen und weitere Aktivitäten wird es nun erst mal nichts.
Die grönländische Firma White Flame Energy A/S,eine Tochter des britischen Mutterkonzerns 80 Mile,der wiederum ein Joint Venture mit Greenland Energy ist,muss sich weiter gedulden,wie die grönländische Regierung Naalakkersuisut mitteilt. Man gehe davon aus,dass die von White Flame Energy geplanten Bohrarbeiten »im Winter 2026/2027 nicht durchgeführt werden können«. Hintergrund: »Das erforderliche behördliche Verfahren kann nicht rechtzeitig abgeschlossen werden,sodass die notwendigen Genehmigungen nicht zum geplanten Bohrbeginn vorliegen werden.«
In Nunap Qeqqa auf Ostgrönland,auch Jameson-Land-Gebiet genannt,werden große Rohstoffvorkommen vermutet. Das Becken ist laut 80 Mile bislang nicht erschlossen. Das Unternehmen in London zeichnet besonders für die Genehmigungsverfahren verantwortlich. Greenland Energy mit Sitz in Denver wiederum hatte angegeben,nach zwei Bohrungen perspektivisch 70 Prozent der Anteile an dem Projekt zu bekommen. Es kümmere sich um Vorbereitungen,Logistik und die Koordination des Projekts.
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Die Bergbaupläne besonders von US-Unternehmen haben auf Grönland in den vergangenen Jahren immer wieder für Unruhe gesorgt. Sie könnten dem wirtschaftsschwachen Land zwar Arbeitsplätze bringen,eine Chance auf Reichtum für die von Arbeitslosigkeit und Armut betroffene Bevölkerung. Allerdings fürchten viele große Schäden für die Natur. Wirtschaftlich betrachtet gelten die Versuche,die Bodenschätze der Insel zu heben,als eher aussichtslos. Wie sich so je eine selbstständige und vom Mutterland Dänemark unabhängige Zukunft ergeben soll,ist nicht ersichtlich.
Bei den US-Projekten auf Grönland dürfte es daher in erster Linie darum gehen,sich geostrategisch Einfluss auf Grönland zu sichern. Trump hat – wie bereits in seiner ersten Amtszeit – immer wieder Ansprüche seines Landes auf Grönland geltend gemacht. Dänemark,aber auch die Selbstverwaltung auf Grönland,weisen dies regelmäßig zurück. Man stehe nicht zum Verkauf.
apr