Zu 73 Prozent Kinderkrankentage werden meistens von Frauen genommen

Energie IDOPRESS
Jun 1, 2026

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Symbolbild Arbeit am Bett eines kranken Kindes

Foto: Svetlana Iakusheva / Westend61 / IMAGO

Um eigene kranke Kinder zu betreuen,können männliche Beschäftigte genauso einen Ausgleich für den Verdienstausfall erhalten wie weibliche. Fast drei Viertel (73 Prozent) aller Kinderkrankentage wurden vergangenes Jahr jedoch von weiblichen AOK-Mitgliedern beantragt,wie das Wissenschaftliche Institut der Krankenkasse nach eigenen Versichertendaten ermittelte.

Der Anteil der Männer lag bundesweit nur bei 27 Prozent. In Bayern war er am niedrigsten mit 23 Prozent,am höchsten in Sachsen mit fast 31 Prozent. Die Chefin des AOK-Bundesverbands,Carola Reimann,sagte,dass Kinderkrankentage auch 2025 überwiegend von Frauen genommen würden,zeige die weiterhin ungleiche Verteilung der Care-Arbeit in Familien. »Eltern sollen frei entscheiden können,wer das kranke Kind zu Hause betreut und wer arbeiten geht«,sagte sie. Sie wünschte sich aber,dass Männer häufiger von ihrem Rechtsanspruch Gebrauch machten.

Weniger Kindkranktage als noch 2024

Gesetzlich versicherte Eltern können Krankengeld beantragen,wenn ein Kind unter zwölf Jahren krank ist und sie deshalb nicht zur Arbeit gehen können. Pro Elternteil ist dies für 15 Tage im Jahr möglich,bei Alleinerziehenden für bis zu 30 Tage. Die Krankenkasse übernimmt dann einen Großteil des Verdienstausfalls und zahlt in der Regel 90 Prozent des Nettoverdienstes. Gezahlt wird bis zu einer Höchstgrenze von 135,63 Euro,Versichertenanteile zur Renten-,Pflege- und Arbeitslosenversicherung werden noch abgezogen.

Bei mehreren Kindern liegt der Anspruch laut Bundesgesundheitsministerium je Elternteil bei maximal 35 Arbeitstagen,für Alleinerziehende bei maximal 70 Arbeitstagen im Jahr. Für Kinder mit Behinderung,die auf Hilfe angewiesen sind,gibt es zudem keine Altersgrenze.

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apr/dpa